Die Landschaft der Bommer Weiher gehört «zum Schönsten, was in dieser Art im Kanton Thurgau noch vorhanden ist. Auch F. Leutert und D. Kaden beschreiben 1995 im Schutz- und Pflegekonzept für die Bommer Weiher diese Landschaft als sehr wertvollen Lebensraum für Amphibien, Reptilien und Libellen. Unter anderem sind hier Laubfrösche, Fadenmolche, 10'000 (!) Erdkröten, Ringelnattern, Bitterlinge, seltene Vögel wie Wasserrallen, Rohrammern, Teich- und Sumpfrohrsänger und der Biber zu Hause.

____________________________________________________________________________________________________________

____________________________________________________________________________________________________________

Die Schwanzmeise zählt zu den kleinsten Vogelarten, scheint allerdings durch den langen Schwanz und das aufgeplusterte Gefieder grösser. Die Vögel sind sozial, leben fast ganzjährig in Gruppen und nächtigen in Schlafgemeinschaften.

____________________________________________________________________________________________________________

Die Rohrdommel lebt in Wassernähe, versteckt in großen Schilf- und Röhrichtbeständen. Dank ihres braun gemusterten Gefieders ist die Rohrdommel im Schilf bestens getarnt. Sie ist vor allem dämmerungs- und nachtaktiv. Während der Balz gibt das Männchen einen dumpfen Ton von sich, der an ein Nebelhorn erinnert und in bis zu fünf Kilometern Entfernung zu hören ist.

____________________________________________________________________________________________________________

Das Hermelin (Mustela erminea) gehört zu den kleinsten Beutegreifern der Schweiz. Der flinke Mäusefänger wird aber schnell selber zum Gejagten, wenn die nötigen Verstecke in der offenen Landschaft fehlen. Mit der Wahl der Marderart zum Tier des Jahres 2018 wirbt Pro Natura für eine vielfältige Kulturlandschaft, die weniger aufgeräumt und dadurch reich an natürlichen Lebensräumen ist. Ast- und Steinhaufen, kleine Bäche oder Hecken sind unerlässlich für das Überleben zahlreicher einheimischer Tierarten – auch für das Hermelin.

____________________________________________________________________________________________________________

Die Bestände des einst sehr seltenen Silberreihers haben seit der Mitte des 20. Jahrhunderts auffällig zugenommen. Wie beim Seidenreiher war es die Verwendung der bis zu 50 cm langen Schmuckfedern in der Damenmode des 19. Jahrhunderts, die beinahe seine Ausrottung verschuldet hätte. Der Silberreiher ist bei uns vor allem im Herbst und Winter anzutreffen. Er watet am Rand grosser Schilfflächen langsam durch seichtes Wasser und stösst von Zeit zu Zeit blitzschnell mit dem Schnabel zu, um kleine Fische zu erbeuten.